Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Erkenntnis,
dass es etwas Wichtigers gibt, als die Angst.
Ambrose Hollingworth Redmoon
Sonntag, 2. Juni 2013 - 14:28 Uhr

[Fundsachen][Nachdenklich]

Ein Koffer für die letzte Reise

Bei tagesschau.de stolperte ich über einen Artikel über die Ausstellung "Ein Koffer für die letzte Reise". Ein als unkonventionell bekannter Trauerberater (Fritz Roth) hatte 2006 Koffer an Menschen verschickt, die sie mit den Dingen füllen sollten, die sie auf ihrer "letzten Reise" (ins Jenseits) mitnehmen wollen würden. Zusätzlich sollten sie etwas über sich schreiben und über ihre Gedanken zu dem Kofferinhalt. Dieses ursprüngliche Projekt wurde zum Buch "Einmal Jenseits und zurück". Die aktuelle Ausstellung, über die es im Ursprungsartikel geht, ist in Russland, hat eigentlich den Namen "Mein wichtigster Koffer" und dafür wurden 50 Koffer von Deutschen und 50 weitere von Russen gepackt. Es gibt auch eine Bildergalerie mit zahlreichen Koffern und ihren Inhalten.

Mich hat das sehr nachdenklich gemacht. Mein erster Gedanke war: "Warum packen die Dinge in ihren Koffer?" Für mich wäre "Ein Koffer für die letzte Reise" schlichtweg leer. Nach meinem Tod brauche ich nichts, wozu sollte ich auch nur einen Koffer mitnehmen? Wenn man durch die Buchvorschau (oder die Kommentare) blättert, sieht man, dass auch andere Menschen so denken. Vielleicht mit unterschiedlichen Beweggründen, aber dennoch. Andere wiederum haben aber Dinge in ihren Koffer gepackt. Nur warum?

Es scheint so, als sollte die Frage nicht so wörtlich verstanden werden - es ging eigentlich nicht um den Kofferinhalt für das Jenseits, sondern um das, was einem im Leben am wichtigsten ist, was auch der russische Ausstellungstitel nahelegt. Ich hadere etwas damit, weil man mit dieser Fragestellung und dieser "Interpretation" nahelegt, dass man das, was einem am wichtigsten ist auch mitnehmen würde, was keine automatische Schlussfolgerung sein dürfte. Aber wahrscheinlich sehe ich das mal wieder zu eng. Schlussendlich führt es meiner Meinung nach dazu, dass es zwei ganz unterschiedliche Herangehenswesen gibt: Was ist nach dem Tod und was brauche/will ich dort? Und: Was ist für mich das Wichtigste im Leben, das ich "immer" bei mir haben möchte?

Die Antwort auf die erste Frage ist für mich nach wie vor ein leerer Koffer. Nach dem Tod brauche ich schlichtweg nichts.

Die Antwort auf die zweite Frage ist nicht mal annähernd so originell wie viele der Koffer in der Ausstellung. Das Wichtigste in meinem Leben ist schlicht Liebe. Liebe geben (können) und geliebt werden.

Um ehrlich zu sein, lässt sich Liebe vermutlich schlecht in einen Koffer packen... sieht so aus, als wäre mein Koffer in jedem Fall leer ;-)

Und bei euch? Seid ihr eher der originelle "Ich nehme alles möglche mit"-Typ oder auch so ein "schlichtes Gemüt" ;-) wie ich?
Freitag, 31. Mai 2013 - 11:59 Uhr

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Zensus-Daten

Die ersten Daten des Zensus 2011 sind abrufbar und werden fantastisch zur Verfügung gestellt.

Neben reinen Daten zu Regionen (Deutschland, Bundesländer, Kreise, Gemeinden) lassen sich sämtliche Daten auch individuell zusammenstellen und vergleichen. Somit sind problemlos Vergleiche zwischen Deutschland gesamt und kleineren Teilregionen möglich, ebenso wie solche zwischen verschiedenen Regionen. Wenn man verschiedene Daten abruft kann man darüber hinaus auch selbst festlegen, wie diese Daten miteinander verknüpft werden sollen. Die Ergebnisse kann man dann als Tabellen oder Diagramm (nicht alle) anzeigen lassen. Ebenso lassen sich die Daten speichern - Tabellen als csv, xls oder pdf, Diagramme als png. Letzteres funktioniert allerdings scheinbar gerade nicht.

Laut Impressum dürfen diese Informationen gespeichert, (auch auszugsweise) mit Quellenangabe weitergegeben, vervielfältigt und verbreitet werden.

Mir macht diese Art von Informationsaufbereitung wahnsinnige Freude und ich bewundere die Umsetzung. Was mir allerdings fehlt - oder ich nicht gefunden habe - ist eine Vergleichsmöglichkeit mit den bisherigen Daten.
Dienstag, 16. April 2013 - 11:37 Uhr

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Icons als Webfonts

Bei Fontello kann man diverse Icons auswählen, die dann zu einem Webfont zusammengestellt und heruntergeladen werden können. Jedem Zeichen wird dabei ein Unicode zugewiesen, über den es anschließend im HTML-Code verwendet werden kann (Unicode wird über &#xCODE; eingebunden).

In der Downloaddatei sind neben den Fonts auch CSS-Dateien, Beispiele und Lizenzbestimmungen enthalten. Die Icons sind von den jeweiligen Designer großteils unter CC BY oder SIL lizenziert, sprich Namensnennung erforderlich.

Eine sehr schöne Variante, um einfach und schnell auf eine große Vielfalt an (schlichten) Symbolen zugreifen zu können.
Freitag, 12. April 2013 - 16:48 Uhr

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Schottenkaros

Ein Generator für Schottenmuster.
Donnerstag, 11. April 2013 - 14:51 Uhr

[Fundsachen][WTF]

Verwirrend

Da wird eine Schule umgebaut und der Abstand zwischen ihr und den umliegenden Privatgrundstücken verringert sich so weit, dass Gegenstände (Getränkedosen, Steine, etc.) vom Schulgelände auf (mindestens) eines der Privatgrundstücke geworfen werden. Die betroffene Nachbarin beschwert sich, regt eine bessere Pausenaufsicht oder einen Zaun an bzw. baut selbst Schilfmatten an den Zaun. Nichts hilft.

Die Fronten verhärten sich, die Schule bezweifelt, dass die Gegenstände nur während der Unterrichtszeit geworfen werden, da das Schulgelände frei zugänglich ist, die Nachbarin fühlt sich mit ihrem Wunsch nach einer besseren Aufsicht nicht ernst genommen. Schließlich kommt es zu einer tatsächlichen Beschädigung durch einen Steinwurf.

In der Folge filmt der Lebensgefährte der Nachbarin die Steinewerfer und zeigt die Aufnahmen der Schule. Diese nennt daraufhin Namen und Anschrift eines(?) Beteiligten.

Reaktion der Nachbarin? Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Schulleitung wegen Datenmissbrauchs (und mangelnder Pausenaufsicht).

Verwirrend. Ich tippe mal auf "Endlich kann ich etwas tun."?
Mittwoch, 5. September 2012 - 09:11 Uhr

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Rente ist keine Frage der Demographie

Danke. Endlich mal jemand, der klar sagt, dass diese ewige Behauptung, dass mehr Kinder auch mehr Rente bedeuten, totaler Quatsch ist: Interview mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge bei Tagesschau.de
Mittwoch, 15. August 2012 - 15:36 Uhr

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Der niedrigste Schwierigkeitsgrad

Eine der genialsten Analogien, die ich in letzter Zeit gelesen/gehört habe: Straigt White Male: The lowest difficulty setting there is
Mittwoch, 1. August 2012 - 08:56 Uhr

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Design

Also irgendwie ist die Webseitengestaltung von BoD immer wieder... seltsam. Beim letzten Update (das übrigens nicht einmal ein Jahr her ist) sah die Seite danach halbfertig (und ziemlich "übertrieben niedlich") aus. Dieses Mal sieht die Seite etwas moderner und... naja sagen wir mal "dreiviertelfertig" aus.

Warum sie allerdings der Meinung zu sein scheinen, dass das Wichtigste an der Umsatzübersicht ausgerechnet die Währungsangabe ist und deswegen dreimal so groß wie alles andere zu sein hat, erschließt sich mir nicht.

Umsatzübersicht bei BoD

Umsatzübersicht bei BoD

Dienstag, 26. Juni 2012 - 11:29 Uhr

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Passend

© 2001- 2014 Claudia Unkelbach