Freitag, 27. Januar 2012
07:09 Uhr
Schnee
Claudia: SCHNEE!!?
Andreas: Jaaa. Schön.
Claudia: Ne! SCHNEE!
Donnerstag, 26. Januar 2012
16:17 Uhr
Eigentlich
Eigentlich ist mein Leben toll. Wenn man mich fragen würde, was ich mir für mein Leben wünschen würde, gäbe es eigentlich fast nichts, was ich nicht schon habe: Einen wunderbaren Ehemann, einen kuscheligen Kater, eine herrliche Wohnung, Unmengen von Büchern, jede Menge Technik - und natürlich mich. Denn eigentlich finde ich auch mich toll. Ich mag meine Vielfältigkeit, mein großes Interesse an allem um mich herum, meine Kreativität, meine Begeisterungfähigkeit, meine schnelle Auffassungsgabe, meine Empathie, mein Wissen und Können in so vielen Bereichen, und meine Liebe zu meinen Lieben.
Blöderweise gibt es dann aber die Momente, in denen der wunderbare Ehemann unaufmerksam und schwer von Begriff ist, in denen der kuschelige Kater die Tapete von der Wand zieht und überall seine Haare herum fliegen, in denen die Wohnung irgendwie zu klein ist für all meine Ideen, die Bücher irgendwie zu viele sind und die Technik streikt. Nichts davon ist schlimm, aber in diesen Momenten wirkt es wie eine Katastrophe nach der anderen. Dann spinnen auch noch Seele und Körper lustig herum und nichts ist mehr mit "toll"; alles ist doppelt, dreimal so anstrengend, Körperstellen tun weh, die man sonst nicht einmal bewusst wahrnimmt, die Auffassungsgabe ist nicht mal mehr in der langsamen Version vorhanden und eigentlich geht einem alles nur auf die Nerven - man selbst am allermeisten.
Außerdem versteht man sich nicht mehr so recht: Wieso sind denn da schon wieder so blöde Erkältungssymptome, wenn man doch gar nicht erkältet ist? Wieso ist man so ungeduldig? Wieso fällt es so schwer, ganz normale, alltägliche Aufgaben zu erledigen? Wieso reagiert man so extrem auf Nichtigkeiten? Und vorallem: Wieso kann man das nicht einfach alles ignorieren und ganz normal sein?
Selbstvorwürfe stürmen auf einen ein; ehe man es sich versieht, stolpert man in alte Verhaltensweisen, die über Jahre hinweg perfektioniert wurden und dafür sorgen, das man sich selbst zerfleischt. Die Gedanken wählen automatisch die Richtung, die einem schadet, einen noch mehr fertig macht, noch mehr Vorwürfe aufhäuft - vollkommen ohne reale Gründe, einfach nur automatisiert.
Es ist so schwer, das zu durchbrechen. Es sich bewusst zu machen und sich selbst in den Weg zu stellen und dabei nicht noch tiefer in die Selbstvorwürfe abzurutschen, sondern zugleich zu akzeptieren, dass es einem nicht gut geht, ohne ein Warum einzufordern.
Gerade letzteres finde ich nahezu unmöglich; spreche mir das Recht ab, dass es mir nicht gut geht (und erwarte das auch von allen anderen) und wenn dann wirklich jemand - und in guten Momenten weiß ich, dass es ein Idiot ist - vorbeikommt und sagt: "Mensch, was ist denn
schon wieder los?" glaube ich ihm, mache mich klein und immer kleiner, glaube, dass ich all das Gute, das Tolle, das Wunderbare in meinem Leben nicht verdiene, weil ich eben nicht gut, toll und wunderbar bin, sondern blöd, dumm, eingebildet, egoistisch, hässlich und nichts wert.
Ich kämpfe, immer und immer weiter. Gegen mich, meine Vergangenheit, meine Automatismen... Aber auch für mich; für mein Leben, für das Gute, das Tolle, das Wunderbare, das doch eigentlich immer da ist, auch wenn es nicht immer an mich heran kommt.
Nur manchmal, da bin ich müde, da mag ich nicht kämpfen, möchte nur noch ausruhen... wenn nur nicht gerade dann alles auf jede noch so kleine Unaufmerksamkeit warten würde...
Mittwoch, 25. Januar 2012
22:31 Uhr
Ohne Worte
angajiert
Mittwoch, 25. Januar 2012
19:19 Uhr
Knick in der Optik
Wieso sehen Tulpen, die im Laden astrein rot waren, zuhause plötzlich dunkelrosa aus?
Dienstag, 24. Januar 2012
20:54 Uhr
Konzentration, wo bist du
Meine Konzentration ist heute nicht vorhanden. Sobald ich versuche, mich auf eine Sache oder Aufgabe zu konzentrieren, fängt es in meinem Kopf an zu vibrieren und summen, bis ich das Gefühl habe, dass mein Kopf jeden Moment explodiert. Bleibe ich dran, wird es zu einem Dröhnen, das jeden Gedanken übertönt; wenn ich es abreißen lasse, tritt es langsam in den Hintergrund und hinterlässt unterschiedlich lange Kopf- und Ohrenschmerzen, gepaart mit Übelkeit. Das, worauf ich mich konzentrieren wollte, hat überhaupt keine Chance, es wabert im Nebel dahin und kommt nicht zu mir durch.
Ich hasse es, wenn mein Kopf mir solche Streiche spielt! Das ist ganz furchtbar für mich, der Tag fühlt sich vergeudet an - wer weiß, was ich alles verpasst habe. Ich fühle mich schrecklich.
Dienstag, 24. Januar 2012
19:19 Uhr
Kurz notiert 335
Ich fühle mich wie ein 1000-Teile-Puzzle, das komplett zerstreut vor einem liegt.
Sonntag, 22. Januar 2012
14:19 Uhr
Ratschlag
Mein Rat lautet: Fragen Sie jemand anderen um Rat!
TNG - 4x25 - Datas erste Liebe
Mittwoch, 18. Januar 2012
20:12 Uhr
Tafelspitz
Die österreichische Küche, ein Schlaraffenland voller Wiener Schnitzel, Erdäpfelsalat, Marillenknödel, Grießnockerlsuppe, Palatschinken, Apfelstrudel... und natürlich Tafelspitz. Dieses gerne in den Himmel gelobte Stück gekochtes Rindfleisch wird mit reichlich Meerrettich in Form von Apfel- und/oder Semmelkren (mag man oder hasst man) und Kartoffeln serviert - der Familientradition folgend Salzkartoffeln und zusätzlich Spinat. Ich mag's nicht; bis auf den Spinat.
Salzkartoffeln sind nicht wirklich mein Ding, ich gehöre zur Fraktion der Semmelkren-Hasser und nicht mal der durchaus schmackhafte Apfelkren schafft es, diesem totgekochten, trockenen, geschmacklosen Stück Rindfleisch in irgendeiner Form Leben einzuhauchen. Aber der Spinat ist gut. Zumindest in Österreich, deutschen Cremespinat mag ich nicht und auch selbst gemacht schmeckt er bei mir nicht wie simpler österreichischer TK-Spinat. Aber Spinat kann man bei Bedarf schließlich problemlos ohne gekochtes Rindfleisch kochen, nicht wahr? Es besteht also eigentlich überhaupt kein Anlass, sich mit gekochtem Rindfleisch zu beschäftigen und man könnte es - wie die letzten 10 Jahre - gekonnt in der heimischen Küche ignorieren.
Könnte man, wenn, ja wenn man nicht dieses seltsame Bild einer Scheibe köstlichen, saftigen, schmackhaften Rindfleisches vor Augen hätte, wann immer man "Tafelspitz" liest. Fragt mich nicht, woher dieses Bild kommt - ich habe noch nie Tafelspitz gegessen, der mir geschmeckt hätte; nicht bei meiner Mutter, nicht bei meinen Großeltern, nicht bei meiner Tante, nicht in Restaurants und auch nicht bei mir. Und dann stolperte ich bei Arthurs Tochter über ein
Stück Rindfleisch, das genau so aussieht, wie mein Traum-Tafelspitz aussieht: Saftig, köstlich!
Bloß: Es ist gar kein Tafelspitz, es ist Zwerchrippe. Zwerchrippe? Kenne ich nicht. Aber der Zuschnitt nennt sich auch Querrippe und das wiederum klingt zumindest nicht unbekannt, auch wenn ich dennoch nichts Genaueres darüber sagen hätte können. Also wurden beim nächsten Einkauf die Augen offen gehalten und tatsächlich: Jungbullen-Querrippe (mit Knochen). Ach, da nehme ich mal ein 1,5 kg Stück mit und probiere das aus.
Heute Mittag stellte ich also meinen großen Kochtopf auf den Herd, schnippelte Gemüse in grobe Stücke und steckte die Querrippe, zusammen mit Karotten, Lauch, einer Zwiebel, ein paar Pfefferkörnern, zwei Lorbeerblättern, Salz und kaltem Wasser hinein. Dann sanft aufkochen lassen und zwei, drei Stunden vor sich hinsimmern lassen. Danach fischte ich Fleisch und Gemüse aus der bereits wunderbar duftenden und herrlich goldbraunen, klaren Brühe. Das Fleisch befreite ich von den Fettschichten und den Knochen, das Gemüse entsorgte ich und dann hieß es warten.
Nein, nicht auf irgendwas am Essen, sondern auf Andreas, der heute außergewöhnlich spät nach Hause kam.
Als er dann endlich da war, schnippelte ich eine Karotte, eine gelbe Rübe und eine Kohlrabi in Julienne, kochte ein paar Kartoffeln, buk Palatschinken, wärmte die Suppe zusammen mit dem Fleisch wieder auf und servierte schon mal Fritattensuppe als Vorspeise. Dann kamen die Gemüse-Julienne in den Suppentopf, die Kartoffeln wurden zu Petersilerdäpfeln und nachdem die Suppe verspeist war, war alles fertig. Rindfleisch aufschneiden, salzen, alles anrichten, mit frisch geriebenem Meerrettich bestreuen und genießen.
Und es war ein Genuss! So köstlich! Ich hätte nicht gedacht, dass gekochtes Rindfleisch tatsächlich so gut schmecken kann; ich könnte direkt das nächste Stück Querrippe kaufen.
Also: Vergesst Tafelspitz - probiert Querrippe!
Montag, 16. Januar 2012
11:39 Uhr
Gönnen können
Beim letzten Katzenfutter-Einkauf gab es zur Auswahl Hähnchen oder Hähnchen mit Kürbis. Mit Sicherheit noch einiges mehr, aber Chin ist ein Hähnchen-Fan, also war der Rest nicht so interessant. Ich entschied mich für Hähnchen mit Kürbis, weil mir das irgendwie interessanter vorkam, als einfach nur Hähnchen.
Eben mache ich die Dose auf und gebe sie Chin, sehe das Hähnchenfleisch mit vielen kleinen, orangen Kürbisstücken und mit einem Mal fühle ich mich ganz schlecht und denke mir: Also statt dem Kürbis hättest du ihm doch wirklich mehr Hähnchen gönnen können, sowas von missgünstig aber auch!
PS: Chin findet's nicht schlimm mit dem Kürbis und hat alles ratzeputz aufgefressen.
Montag, 16. Januar 2012
11:06 Uhr
Kurz notiert 334
Ich habe die kaputte Funk-Uhr repariert! (Was eine neue Batterie doch alles kann... ;-))